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Blaugelb yesterday

Geschrieben von dem Zauberlehrling am . Veröffentlicht in News

Jäger oder Zigeuner?

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Eigentlich kann es ja heutzutage nur um das eine Thema gehen, dessen Name im nachfolgenden Text standhaft ungenannt bleiben soll.

Nicht, das dieses Thema in der Handball Community unterschätzt oder gar ignoriert würde. Im Gegenteil, der Shutdown kam auch bei uns wie der berühmte Blitz aus heiterem Himmel und teilweise hatten die Teams nicht mal mehr Zeit, um sich auch nur flüchtig „Tschüss“ zu sagen. Aber natürlich ist es in diesen Tagen auch äußerst kompliziert den Beueler Mädchen und Jungs, die sonst drei, vier- oder gar fünfmal in der Woche richtig Vollgas geben, nun auf einmal bewegungstoten Hausarrest zu erteilen. Schwierig - vermutlich wird es tatsächlich nur mit einer Ausgangssperre oder ähnlichem ganz in die Köpfe reingehen. Disziplin und Solidarität sind gefragt, leider noch nicht immer durchgängig erfolgreich und doch verbietet es sich, mit erhobenem Zeigefinger herum zu laufen.

 

Vielleicht funktioniert es mit Ablenkung? Darum versuchen wir trotzig, uns doch ein wenig mit der rechtsrheinischen Handballwelt zu beschäftigen, obwohl die scheinbar aufgehört hat, sich zu drehen.

Gerade noch rechtzeitig, denn es gilt sich noch schnell von einem historischen Stück Beueler Handballgeschichte zu verabschieden, bevor es Peter Schöneseiffen, kurioserweise der Papa von gleich drei Handballern (Alex, Kiko und Sebi), endgültig in Schutt und Asche legt. In Kürze werden dort nämlich neue Wohn- und Geschäftseinheiten entstehen - was auch sonst? Gemeint ist natürlich das legendäre Hotel „Zum Kurfürsten“ auf der Oberen Wilhelmstraße, das der seinerzeit noch relativ jungen TSV zum Ende der Sechziger und dann besonders in den Siebziger und Achtziger Jahren als Vereinstreffpunkt diente. Das war eine echte Vereinskneipe mit allem Drum und Dran, denn ein Aufenthalt außerhalb der Trainingszeiten oder der Spiele in der Großturnhalle Ringstraße war damals nämlich noch undenkbar. Eher hätte uns Hausmeister Albert Rech, seinerzeit gleichzeitig maßgeblicher Jugendtrainer und Hans Dampf in allen TSV-Funktionen, mit dem Knüppel bis auf die Neustraße gejagt. Das legendäre Räumchen nebst TSV-Geschäftsstelle? Unbekannt (wurde noch als Garderobe genutzt).

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Koschnik 20Nein, das soziale Leben der Beueler Handballszene neben dem Spielfeld fand damals im Wesentlichen im „Kurfürsten“ statt. Geprägt wurde es dabei besonders von der Wirtsfamilie Koschnik, deren jüngster Sohn Michael zur damaligen Zeit auch als torgefährlicher Linksaußen der Ersten auflief. Hatte der „Mike“ dem gegnerischen Keeper mal wieder ein halbes Duzend am Ohr vorbei eingeschenkt, war auch der alte Koschnik (Horst) nie knausrig und spendierte garantiert einige Ründchen. Währenddessen brutzelte der ältere Sohn Harald, genannt „Hacky“, als Koch in der Küche die größten und besten Schnitzel in Town. Zudem war Mama Margarete, „dat Gretchen“, im Service die gute Seele der Koschnik-Connection. Von ihr wurde man auch schon mal liebevoll als „Du ahl Sau“ tituliert, wenn man es wagte, das damals noch neumodische Getränk „Kölsch-Cola“ zu bestellen.

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Im „Sälchen beim Koschnik“ spielte sich die ganze Bandbreite des Lebens ab. Hochzeiten, Taufen, Kommunionen und Beerdigungen. Und auch die Handballer gingen ein und aus. Sensationell gut besuchte Schiedsrichtersitzungen unter der Leitung des legendären Bonner Oberschiri, Jupp Roggendorf, wo mancher Teilnehmer das Lokal am späteren Abend unter gütiger Mithilfe gestützt verlassen musste. Oder die Kreisvorstandversammlungen unter dem Vorsitz ihres ehrenwerten Jungpräsidenten, Mathias Kurth. Auch die TSV war in unterschiedlichsten Zusammensetzungen zu Gast „beim Kurfürsten“. Beispielsweise zur Jugend-Weihnachtsfeier, wo man brav am Tisch bei einer Tasse Kakao und einer Rosinenschnecke beieinander hockte, bis der Nikolaus zu Besuch kam, der dem alten Rech verdammt ähnlich sah. Abends ging es dann mit vertauschten Getränken in die nächste Runde mit den Erwachsenen.

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Auch die streng reglementierten Teamsitzungen, die von den damaligen TSV-Handballabteilungsleitern Fred Mehren, Josef Schmitz und später auch von Heinrich „Sheriff“ Klein persönlich abgehalten wurden, waren in Wirklichkeit nicht ohne. Weniger sittsam waren da schon die heimlichen Zockerrunden, mit u. a. den leider allemal schon verstorbenen Beueler Handball-Legenden, wie Hans Kaiser, Wilfried Großedirkschmalz genannt der große Blonde, sowie das charismatische Torhüter-Duett mit Rainer Bischoff und Chris Bauer. Und wenn dann mal ein Aufstieg zu feiern war, ging es gerne auch mal über Tische und Bänke, wobei sich ausgerechnet der damalige Shooter, Karli B., sämtliche Bänder am Sprunggelenk riss.

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Ach ja, zwischendrin spielten die Beueler Damen mal für zwei Jahre in der Verbandsliga und waren damit das absolute Aushängeschild der Abteilung. Fester Heimspieltermin war Sonntagmorgen um 11:00 Uhr. Und anschließend? Na, klar: Frühschoppen im Kurfürsten. Schöne Zeiten!

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Viel, viel später, die Familie Koschnik war schon längst im gastronomischen Ruhestand, erlangte die Lokalität auf der Oberen Wilhelmstraße unter dem Namen FURIOS kurz nach der Jahrtausendwende nochmals herausragende Bedeutung für die Handballabteilung der TSV Bonn. Nach der gewonnenen, legendären Schlacht am Forsbacher Halfenhof, wurde der erste Oberligaaufstieg einer Beueler Handballmannschaft in der Tat furios drei Tage und drei Nächte lang gefeiert - bis die Autos senkrecht standen. Simply the best!

Koschnik 6

 

 


06.04.2020 / 00:00 Uhr
Osterferien

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