TSV rrh – die Beueler 360-Grad-Umschau vom 12. & 13.09.2026

Veröffentlicht am 13.09.2026

„Die unbefleckte Geburt“

Happy New (Handball) Year, auch ihrer Lieblichkeit, der TSV Bonn rechtsrheinisch von 1897/1907! Das Handballjahr beginnt am Pützchens Markt Wochenende. Was früher felsenfester Usus war, kommt heute eher als vorsichtiger Kaltstart daher, denn der überwiegende Teil der TSV-Seniorenteams bewegt sich mittlerweile auf Nordrhein-Ebene und die beginnen halt eine Woche später. Trotzdem prickelt es schon, wie „eh und je“.

Vorfreude auf allen Ebenen

Natürlich wird es interessant sein, zu beobachten, wie die vielen, vielen Bonner Teams links- wie rechtsrheinisch ihre Vorbereitung genutzt haben und aus den Startlöchern kommen.

H360 meets Handball.net

Doch besonders in der Handball-Peripherie ist dieser Tage für atemlose Hochspannung und möglicherweise völlig überzogene Aufregung gesorgt. Denn Deutschland hat vom DHB mit „Handball360“ ein neues, einheitliches Verwaltungs- und Informationssystem verschrieben bekommen.

Zugegeben – das wird/war eine Zangengeburt, die ohne fürsorgliche Betreuung einer Hebamme, Narkose oder Verabreichung irgendwelcher sonstigen Schmerzmittel als heimatliche Hockgeburt daherkommt und größtenteils von sehr viel autodidaktischer und vorbildlicher ehrenamtlicher Fleißarbeit umgesetzt werden muss.

Realer Irrsinn?

Neues Verbandsmanagement? Neue Software? Sowas stößt selten auf Gegenliebe: nicht beruflich, nicht verwaltungstechnisch und schon gar nicht im Privaten. Folglich war und ist das landesweite Geschrei naturgemäß groß. Es hagelte Häme und Polemik von allen Seiten. Es regnete sintflutartige Kritik – teils berechtigt, teils aber auch völlig überzogen – übrigens auch von ansonsten seriös schreibenden Fachforen. Die bundesweite Einheit bröckelte schnell und einige Landesverbände (u.a. Bayern und Berlin) zogen im August noch schnell die Notbremse und kehrten Kraft ihres Amtes zu „nuLiga“ zurück. Übrigens: die Bundesliga I + II sucht man in „H360“ und dem damit gekoppelten Informationssystem „Handball.net“ (vorläufig?) ebenfalls vergeblich. Solidarität? Fehlanzeige. Der Notausgang als einzig richtiger Weg? Abwarten. Die meisten Verbände entschieden sich jedenfalls auf dem Weg ins neue System für die mutige Variante, „Augen zu und durch“, darunter auch unser Handballverband Nordrhein, respektive der Handballkreis BES – Bonn-Euskirchen-Sieg.

Respekt dafür !

Das in Deutschland mittlerweile übliche „Schwarzmalen en vogue“, sollte endlich mal „passé“ sein. Optimismus ist das neue „alles Scheiße“. DENN MERKE: Im Verband, in den Kreisen und ganz besonders auch in den Vereinen – so auch in der TSV und JSG – sitzen tolle Menschen mit klugen Köpfen, die sich seit Wochen fleißig aufopferungsvoll in ihrer Freizeit (!!!) mit der Umsetzung von „H360“ beschäftigen und versuchen, den hiesigen Handball auf eine neue, einheitliche digitale Plattform zu heben. Am neuen System wird nach wie vor fieberhaft mit heißer Nadel gearbeitet. Es bietet offensichtlich große Möglichkeiten und hat mehr als nur eine Chance verdient. Und noch viel mehr die Menschen, die damit (ehrenamtlich) beschäftigt sind und sich den größtmöglichen Respekt verdient haben. Vielleicht werden genau die am Ende ja „People of the Year“?

Zurück zur Deutschen Einheit?

Und dann kann in einem Jahr endlich auch „Preußens Gloria“, der „himmlisch weiß-blaue Freistaat“ sowie die anderen „echten Profis“ mit frischem Mut und wahrhaftiger Solidarität ins dann frisch gemachte Bettchen „H360“ schlüpfen …

😉

… denn der erste Spieltag ist hierzulande mit „H360“ absolviert und hat zumindest in unserem Umfeld auch digital einwandfrei funktioniert. Der Handball scheint, entgegen der bajuwarisch-preußischen Nostradamus-Theorie, nicht dem Untergang geweiht zu sein! Im Gegenteil: „Handball.net“ liefert nicht nur dem geneigten Fan einwandfreie Daten und Infos: schnell, sauber dargestellt und deutlich umfassender, als es in „nu.Liga“ je der Fall war. Liveticker, Spielbericht in Klartext bis hinunter zur Kreisliga- tipptop! Speziell auch für die Berichterstattung ein Segen. Das System bietet künftig bei Bedarf sogar KI-generierte Vor- und/oder Spielberichte, die von einigen Vereinen in unserer Region schon in der letzten Saison fleißig genutzt und angeboten wurden. 🙄 Spätestens an diesem Punkt allerdings, verlässt mich persönlich ein wenig die Begeisterung für die schöne, neue digitale Welt …

We am 12.09.2026
So wird das gemacht: die siegreiche wE-Jugend in Plees. Ab auf PüMa !

BES Regionskreisoberliga weibliche E-Jugend

TuS Niederpleis – TSV Bonn wE

6:10 (4:6)

Clara und Johanna war die große Ehre vorbehalten, die beiden ersten TSV-Tore der Saison 2026/2027 zu erzielen. Schön, dass es solche Randnotizen noch gibt, denn die Mama von Clara (Claudia Steinborn) und der Papa von Johanna (Timm Schnigula), waren einst selbst im Heldenstatus für die TSV am Ball. Mit der ausgezeichneten Torfrau Ebba im Kasten, war das gesamte Team der weiblichen E-Jugend nach der fein heraus gespielten 0:2-Führung darum bemüht, den Vorsprung fortan zu verteidigen. Schwerstarbeit, denn Niederpleis war eine extrem schwere erste Prüfung für die Beueler Mädels. Doch die Schützlinge der Trainerinnen Jojo Rapp und Helene Bönig, verteidigten den schönen Auftaktsieg wild entschlossen und letztendlich auch erfolgreich. 🤩

BES Kreisliga Männer

TSV 5. Männer – HSG Geislar-Oberkassel III

verlegt auf den 20.12.2026, 11:00 Uhr in

Das Omen? Personeller Engpass am ersten Spieltag. Letztes Jahr war es die Absage der Auswärtspartie in Plees, diesmal eine Heimverlegung gegen die HSG III im Sinne der heiligen Äbtissin Adelheid. Blanker Aberglaube? Jedenfalls stand damals am Ender der Saison 25/26 ein nie für möglich gehaltener Aufstieg der Fünften. 😉

BES Kreisliga Männer

TSV 4. Männer – Poppelsdorfer HV

20:26 (8:15)

Der Totti:

Heute gab es für die Vierte zum Auftakt der Saison leider eine Niederlage gegen unsere ehemaligen Trainingspartner vom PHV. Sie waren vor allem in der ersten Halbzeit sehr aktiv in der Abwehr und haben über TG’s einen ordentlichen Vorsprung von +7 herausgespielt, den sie dann in der zweiten Halbzeit ordentlich verwaltet haben. Am Ende stand es 20:26, wobei das letzte Tor zwar vom guten Schiedsrichter G. Schweers gegeben, aber leider versehentlich nicht im Spielbericht eingetragen worden ist. 😞